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Provinzniveau
Die Main-Post, unser geliebtes unterfränkisches Boulevardblatt, hat einmal mehr einen Bericht über Arroganz Provinz auf Welniveau geschrieben. Einmal mehr finde ich es..äh…arm.
Zitat 1:
„Ich sehe hörbares Schweigen“, vermisst der Vorstandsvorsitzende der B….L….V-Agentur (den Link kriegt er nicht!) „breites Interesse“ im Rathaus…
Zitat 2:
„Der Kunde möchte nicht in die Provinz fahren, um sein Geld auszugeben. In diesem Zusammenhang ist der geplante Slogan sogar schädlich für den Einzelhandel“, schreibt LBE-Geschäftsführer Volker Wedde….”
Zitat 3:
Mit Kritik am Begriff „Provinz“, die im übrigen im Kopf und nicht auf der Landkarte stattfinde, hat Schneider gerechnet. Was ihn ärgert, ist das bloße „Herummosern“ ohne konstruktive Gedanken.
Zitat 4:
Die breite negative Resonanz, die die Provinz-Diskussion bislang geprägt hat, sieht er möglicherweise auch darin begründet, dass man mit dem Slogan etwas vorschnell an die Öffentlichkeit gegangen ist, ohne ihn ausreichend zu erklären oder zu bebildern.
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Zu Zitat 1:
Liegt wohl daran, dass sich niemand dafür im Rathaus interessiert.
Zu Zitat 2:
Der Einzelhandel wehrt sich also gegen den Slogan!
Zu Zitat 3:
Der Slogan ist scheiße. Konstruktiver geht es nicht!
Zu Zitat 4:
“breite negative Resonanz…” - moment mal. Die soll es doch angeblich nicht geben? Also jetzt doch? Der Slogan ist auch später noch scheiße und einen Slogan immer und immer wieder erklären zu wollen ist nicht minder…….
Mein (persönliches) Fazit: Hör doch endlich auf!
Provinz auf Bierniveau
Keiner wills und jeder sagt das auch im tollen Web 2.0 auf Provinzniveau. Der Solgan “Provinz auf Weltniveau” gefällt also nicht. Das kann man jetzt hinnehmen oder eben auch nicht. Die Tatsache, dass es nicht hingenommen wird macht die Stadt zur Lachnummer.
Wenn dieser Zirkus weitergeht machen wir uns zum Clown und was die Gäste der Stadt dann erwarten, wenn sie kommen hat sehr viel mit Affen zu tun. Ich weiß nicht mehr ob es noch peinlich oder schon wieder lustig ist diese Debatte mitzuerleben. Die Hofbräu, soweit ich es sehe kein Kunde der Buenahastanichtgesehen Agentur, wirbt ja auch nicht damit:
Provinziell auf Weltniveau
Wenn ich wieder in Würzburg bin, gründen wir die Bürgerinitiative “Würzburg in Gefahr” und sammeln Samstag für Samstag Unterschriften gegen DIE unsägliche Bürgerinitiative “RIngpark in Gefahr”, die sich ungefragt zu ziemlich jedem Thema äußert, dies und das kritisiert und dankenswerter Weise 2006 den Ringpark gerettet hat, der in höchster Gefahr schwebte, von den Würzburg-Arcaden plattgemacht zu werden. Mit Ammenmärchen vom bedrohten Ringpark wurde damals nicht nur ein in meinen Augen attraktives Einkaufszentrum, das zusätzliche Kaufkraft nach Würzburg gezogen hätte, verhindert, auch die zügige Bahnhofssanierung wurde mit dem damaligen Bürgerentscheid erfolgreich torpediert. Einen neuen Bahnhof wollen und nach Sanierung schreien, aber die Finanzierung außer Acht lassen. Soll die Bahn halt machen… Das Thema ist durch, das müssen wir schlucken. Dass zeitgleich aber ein popeliges Projekt in Residenznähe gestützt wurde, erschließt sich mir heute noch nicht.
Jetzt stört sich die BI an Verteilerkästen der Telekom, die in der Stadt aufgestellt werden. In einem Brief an die Stadt fragt BI-Sprecher Binder, ob die “überdimensionierten” Kästen nicht unterirdisch angebracht werden könnten. Die BI hat nämlich Angst um die Stadtentwicklung und legt inzwischen Wert auf die Stadtgestaltung, um eine weitere “Verschandelung” zu verhindern. Warum nennen sie sich eigentlich immer noch “Ringpark in Gefahr”, habe ich was verpasst?
Die Kästen dienen dem Anschluss Würzburgs an das VDSL-Highspeed-Netz der Telekom und die Kästen werde, so nehme ich mal stark an, nicht der Blickfang am Dom, vor der Residenz oder im Fürstengarten. Der Kasten in der Klinikstraße wäre mir wahrscheinlich, wie andere auch, NIEMANDEM aufgefallen.
Im Internet surfen die “Alles-Verhinderer” bestimmt sehr gerne. Wahrscheinlich sind BI-Mitglieder auch die ersten, die genervt die Störungs-Hotline der Telekom anrufen, wenn das DSL in Stoßzeiten mal nicht so schnell ist, wie der Vertrag zusichert, weil der Knoten überlastet ist. Dann soll ein Techniker umständlich irgendwo in den Untergrund steigen. Dass solchen provinziellen Meckereien in der Zeitung Aufmerksamkeit geschenkt wird, finde ich unterirdisch.
Nicht Würzburg ist Provinz, manche seiner Einwohner sind provinziell auf Weltniveau…
Imagekampagne. 2.0
Die von der Würzburg AG angestoßene Diskussion um eine Imagekampage für Würzburg ist schnell entbrandt. Beim Würzblog und bei liveh8.de wurde intensiv über den Slogan diskutiert. Zusammenfassend kann man wohl sagen, die Idee einer Kampagne ist sehr gut, der bisherige Vorschlag für den Claim ist aber noch suboptimal. Nach der ersten Aufregung sollte die Diskussion jetzt nicht schon wieder abreißen. Also habe ich mir noch mal meine Gedanken gemacht.
Ich denke es gibt zwei Zugänge zur Kampagne:
1) der regionale und überregionale Bezug
2) die Stärken, die Würzburg auszeichen
Beides wurde im Kampagnenentwurf gut herausgearbeitet. Würzburg hat mehr zu bieten, als auf den ersten Blick zu sehen ist. Würzburg hat eine überregionale Bedeutung, insbesondere in den Feldern Wissen, Kultur, Gesundheit. Soweit so gut.
Doch wie setzt man das in einen Slogan um, ohne dabei mit einem Negativbegriff wie Provinz zu arbeiten?
Ich habe es auch mal versucht, mit jeweiligem Schwerpunkt auf einen der beiden o.g. Zugänge.
1) Würzburg. Metropole am Main.
2) Würzburg ist mehr…
kann dann mit den Stärken Würzburgs kombiniert werden
Würzburg ist mehr … als nur Spitzenuniversität.
Würzburg ist mehr … als nur guter Wein.
Würzburg ist mehr … als nur Weltkulturerbe.
etc.
So, das sind mal ein paar Ideen. Was haltet Ihr davon? Was sind Eure Ideen?

